Seite:De Kinder und Hausmärchen Grimm 1819 V2 A 015.jpg

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herabzuziehen und seinen Platz zu erhalten, dagegen wehrt er sich. Dabei wird gesungen:

„O Barg (Berg) min!“
„Wo lange is he din?“
„Hüt oder morgen.“
„Scheer heraf, lat der mi vör sorgen!“

Im Holsteinischen (Schütze III. 101.) doch auch anderwärts üblich. – Erbsenspiel. „Gib mir eine Erbse.“ – „Ich hab keine.“ – „Geh zum Müller und hol dir eine.“ – „Er gibt mir keine.“ – „So such dir eine.“ – „Ich finde keine.“ – „So blas ich dich.“ – „So wehr ich mich.“ – Nun blasen sich die Kinder ins Gesicht, wer es am längsten, ohne zu lachen aushält, bekommt von dem andern eine Erbse. – Ringelreihe. (plattd. Kringelkranz). Die Kinder fassen sich bei den Händen und tanzen im Kreis, dabei wird ein Lied gesungen, und wenn die Worte. „sitzt nieder!“ vorkommen, so setzen sie sich plötzlich und stehen wieder auf. Das Lied ist:

Ringel, Ringel, Reihe!
Sind der Kinder dreie,
sitzen auf dem Holderbusch,
schreien alle: musch! musch! musch!
     Sitzt nieder!
Es sitzt’ne Frau im Ringelein,
mit sieben kleinen Kinderlein.
Was essens gern? „Fischelein,“

Empfohlene Zitierweise:
Brüder Grimm: Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1819). G. Reimer, Berlin 1819, Seite XV. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Kinder_und_Hausm%C3%A4rchen_Grimm_1819_V2_A_015.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)