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Sniggenhuus!
stik din veer, fief, Hörner ut,
vullt du se nig utsteeken,
so willk din Huus terbreeken.
Sniggenhuus!

Im Wunderhorn Anhang S. 81. steht noch ein anderes Liedchen. – Dem fliegenden Storch wird nachgerufen:

Storch, Storch, Steinel,
mit dem langen Beinel,
flieg in das Bäckerhaus,
hol mir einen warmen Weck heraus!

Die jungen Katzen werden von den Kindern geneckt, indem sie ihnen ein Reis, einen Halm, vorhalten und sie auf diese Art hin und herlocken. Im Oranse wird daher ein Gleichniß genommen:

ir liebe ist ein katzenspiel
si ziuchet unt zuckit,
glich der den halm ruckit
dur schimpf den jungen katzen vor.

Bruder Wernher (Maness. II. 163 a.) wirft der Welt vor, der er folgen müsse,

du ziuhest mir den halm
als einer jungen katzen vor.

und in Püterichs Ehrenbrief heißt es von Montevillas Grabstein Str. 134.

Dem helm ob ein mörkhaz (Mohrkatze) sas,
dargegen ain sy zugen den khazen-knebl,

Empfohlene Zitierweise:
Brüder Grimm: Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1819). G. Reimer, Berlin 1819, Seite XXV. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Kinder_und_Hausm%C3%A4rchen_Grimm_1819_V2_A_025.jpg&oldid=3250702 (Version vom 31.7.2018)