Seite:De Kinder und Hausmärchen Grimm 1819 V2 A 059.jpg

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Ich gedenke wol, daz wir sazen
in den bluomen unde mazen
wellich diu schoneste mochte sin?
da schein unser kintlich schin
mit dem nuwen kranze
zuo dem tanze:
alsus gat diz zil von hin!

Secht, do liefe wir erdberen suochen
von der tannen zuo der buochen
uber stoc unde uber stein,
der wile daz diu sunne schein.
do rief ein walt-wiser
durch die riser:
„wol dan kinder, unt gat hein!“[1].

  1. Understunden, zuweilen – bisen, wild herumrennen – Blumen messen, welche die schönste sey; Walter von der Vogelw. erzählt von dem Streit der Blumen (Man. I. 177 b.):

    „du bist kurzer, ich bin langer!
    alse stritent si uf dem anger
    bluomen unde kle.“

    diz zil, diese Zeit – ein walt-wiser, ein Förster, Waldhüter.

Empfohlene Zitierweise:
Brüder Grimm: Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1819). G. Reimer, Berlin 1819, Seite LIX. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Kinder_und_Hausm%C3%A4rchen_Grimm_1819_V2_A_059.jpg&oldid=3250734 (Version vom 31.7.2018)