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Meine Erstlinge.
Von
Ossip Schubin.
Ornament


Es war nach einem Konzert von Rubinstein und ich war gerade 15 Jahre alt. Die herrliche Musik hatte mich aufgeregt, in meinen Nerven schrieen alle Melodien durcheinander, die ich mir von dem Konzert gemerkt.

Da, mit einem Mal legte sich der Aufruhr – die musikalischen Reminiscenzen verschwammen alle in einem langsam verklingenden Mollakkord, und über diesen sich irgendwie in Farben auflösenden Akkord hinüber, ja aus ihm heraus schwebten ein paar menschliche Figuren zu mir. Ich sah sie deutlich, ich hörte sie sprechen, ein kleines Stück fremden Lebens rollte sich vor mir auf. Ich schlich mich in ein entlegenes Zimmer, um nicht bei meiner Missethat er­tappt zu werden (denn ich hatte das Bewußtsein, meine Zeit in

Empfohlene Zitierweise:
Ossip Schubin: Meine Erstlinge. Verlag von Gebrüder Paetel, 1894, Seite 261. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Meine_erstlinge_Schubin_Ossip.djvu/1&oldid=- (Version vom 31.7.2018)