Seite:De Zeumer V2 294.jpg

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Unsers Tails getreulich und gehorsamlich helffen, handthaben, schützen und schirmen. Auch solchs Unsern Amptlüten und Undertanen laut des verkündten Friden in Unsern Briefen auff ir Aide ungesaumbt zu thun bevelchen, gereden und versprechen auch hiemit in Crafft ditzs Brieffs bey Unsern fürstlichen Glauben und Trewen, allen und yegklichen vorgemelten Puncten und Artickeln Volg zu thun, on alle Geverd.

Des zu Urkunde haben Wir obgenanten Berthold zu Mentz, Herman zu Cölln und Johann zu Trier, Ertzbischove, Pfaltzgraf Philips, Hertzog Friderichs zu Sachsen, Margraff Johans zu Brandenburg, Churfürsten; Johanns zu Worms, Wilhalm zu Aistat, Ludwig zu Speier, Albrecht zu Straßburg und Hainrich zu Chur, Bischoven; Johannes Abt tzu Fuld, Andres von Grumbach Maister Teutsch Ordens, Hertzog Ott zu Bayern, Hertzog Albrecht zu Sachsen, Hertzog Johans zu Baiern, Margraff Friderich zu Brandenburg, Hertzog Magnus zu Meckelberg, Hertzog Wilhalm zu Gulch, Hertzog Eberhart zu Wirtenberg und Wilhalm der Miller und Wilhalm der Jünger Landtgraffen zu Hessen Unser Insigel an disen Brieve gehangen, der geben ist zu Worms, am sibenden Tag Augusti nach Christi Gepurt vierzehen hundert und im fünf und neunzigsten Jaren.


Nr. 176. (151). Ordnung des gemeinen Pfennigs. — 1495, Aug. 7.

Nach Datt, De pace imperii publica, S. 881 f.; im einzelnen verbessert aus RG. d. RA. II, S. 14—16.

Beschreibung und Ordnung des gemainen Pfenings halben.

Wir Maximilian von Gots Gnaden Römischer König etc. und Wir von denselben Gnaden Berchtold zu Mentz, Herman zu Cöln und Johans zu Trier Ertzbischoff, Philips Pfaltzgrave bey Reyne und Hertzog in Bayren, Fridrich Hertzog zu Sachsen, Landtgrave in Döringen und Marggraff zu Meissen und Johann Marggrave zu Brandenburg, tzu Stettin, Bomern, der Cassuben und Wenden Hertzog, Burggrave zu Nüremberg und Fürst zu Rugen, alle Churfürsten des heiligen Römischen Reichs, durch Germanien, Italien, Galien und das Küngreich Arelat Ertzcantzler, Ertztruchsäs, Ertzmarschalck, Ertzcamerer, Johans zu Worms, Wilhalm zu Eystet, Ludwig zu Speyer, Albrecht zu Strassburg und Hainrich zu Chur Bischoven, Johans Abt des Gotzhaws Fuld, Endris von Gronbach Maister Deutsch Ordens in Teutschen und Welschen Landen, Ott Pfaltzgrave bey Rein und Hertzog in Bairen, Albrecht Hertzog zu Sachsen, Landtgrave in Döringen und Marggrave in Meyssen, Johans Pfaltzgrave bey Rein, Hertzog in Baiern und Grave zu Spanhaim, Fridrich Margrave zu Brandemburg, zu Stetin, Bomern, der Cassuben und Wenden Hertzog, Burggrave zu Nürmberg und Fürst zu Rugen, Magnus Hertzog zu Meckelburg, Wilhalm Hertzog zu Gülch und Berg, Eberhart der Elter Hertzog zu Wirtemberg und tzu Deck, Grave zu Mümpelgart, Wilhalm der Mitler und Wilhalm der Jünger Landtgraven tzu Hessen bekennen für Uns, Unser Nachkommen und Erben offenlich mit disem Brieff und thun kundt allermenigklich, das Wir Friden und Recht in dem Hailigen Reich zu handthaben, auch zu Widerstand der Veind Cristi, der Türcken und ander Anfechter des Hailigen Reichs und Teutscher Nacion, Uns mitainander verainiget, beschlossen, verordnet und gesetzt haben, wie hernach volgt:

§ 1. Namlich das die nechstkomenden vier Jar lang, und nit lenger, alte und yeglich Menschen, si sein gaistlich oder weltlich, Frawen oder Mann, was Wirden, Ordens, Stands oder Wesens die sind, niemand außgeschlossen, durch das Hailig Reich gantz auß, järlich geben: namlich wer an Werd, es sey an beweglichen oder unbeweglichen Gütern oder Renten hat Vc Gulden Reinischer, der sol geben ainen halben Guldin; welcher also tausend Reinisch Guldin hat, der sol geben ainen gantzen Reinischen Guldin; welcher aber über tausent Guldin Reinisch hat, der sol über ainen gantzen Reinischen Guldin, sovil sein Andacht ist, geben; welcher aber under Vc Reinisch Guldin, und XV Jar Alters erlangt hat, sol geben ainen vierundtzwantzigisten Tail ain Reinischen Guldins, also das XXIIII Menschen ainen Reinischen Guldin geben.

§ 2. Item söllen in solchem XXV Reinisch Guldin järlicher lediger Renten oder

Empfohlene Zitierweise:
Karl Zeumer: Quellensammlung zur Geschichte der Deutschen Reichsverfassung in Mittelalter und Neuzeit.Tübingen: Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1913, Seite 294. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Zeumer_V2_294.jpg&oldid=2893302 (Version vom 18.8.2016)