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nach Paris führen würde, und nahm einen ruhigen und gemessenen Abschied von Eustach. Dann zog sie sich in ihr Gemach zurück und erklärte am nächsten Morgen Niemand sehen und stören zu wollen.

Ob sie den Takt hatte auf der Stelle ein plausibles Märchen zu erfinden? dachte Eustach heimlich als Antoinette fort war. Aber Antoinette sprach zu sich selbst: Das Ehepaar ist vollkommen ausgesöhnt und vereinigt! der Brief meines Onkels konnte mich in keinem für uns Alle günstigeren Augenblick zu sich berufen. –

Cornelie erkrankte nicht. Sie scherzte darüber gegen den Arzt, daß ihr Mann um einer Ohnmacht willen ihn bemüht habe. Sie siegelte Dorotheens Brief ein und schickte ihn an Leonor nach Breslau zurück. Dann, am nächsten Tage, fuhr sie nach Glatz, hielt mit ihren vier Pferden, ihrer eleganten Kalesche und ihrem Jäger vor dem kleinen unscheinbaren Häuschen in welchem Dorothee wohnte, und ging zu ihr hinein in das enge Hinterstübchen, welches die erstarrte Hauswirthin ihr mit vielen Knixen bezeichnete. Dorothee saß emsig nähend am Fenster, und sprang beinah entsetzt auf als sie die Gräfin vor sich sah.

„Meine gute Dorothee, sagte Cornelie mit bebender Stimme, ich habe mit großem Bedauern die

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Ida von Hahn-Hahn: Zwei Frauen. Zweiter Band. Berlin 1845, Seite 44. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Zwei_Frauen_(Hahn-Hahn)_v_2.djvu/045&oldid=3262009 (Version vom 31.7.2018)