Seite:Der kleine Kundschafter.pdf/13

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der Haut und es war nicht weiter schwer, sie zu entfernen.

Gleich darauf brachen die beiden Freunde auf.

Edward Smitson wurde auf dem Rappen in bequemer Lage festgebunden, und dann ging es in raschem Schritt das breite Tal weiter abwärts. Tim Brax hatte sich nicht mehr gemeldet und auch Felsenherz’ Abschiedsgruß nicht beantwortet.

Bis zum Seeufer hinab waren es noch etwa zweitausend Meter. Die beiden berühmten Westmänner hatten davon aber kaum die Hälfte zurückgelegt, als aus einer Seitenschlucht ein berittener Apachentrupp, etwa dreißig Krieger hervorsprengten.

Die Lage der Freunde war verzweifelt. Mit dem verwundeten Knaben und dem stark hinkenden Fuchs schien eine Flucht unmöglich. Außerdem gab es auf dreihundert Meter nicht die geringste Deckung. Keine Baumgruppe, keine Felsanhäufung bot hier auf der kahlen Talsohle Deckung.

Nur eins kam den beiden den Apachen wohlbekannten Prärieläufern zu statten: ihr Ruf als unfehlbare Schützen und gefährliche Gegner im Nahkampf! – Oft genug schon hatten die Apachen, ihre erbittertsten Feinde, böses Lehrgeld gezahlt, wenn sie geglaubt hatten, Felsenherz und der schwarze Panther könnten ihnen nicht mehr entgehen; oft genug schon hatten die beiden sich in der Gewalt dieses wilden indianischen Reitervolkes befunden und waren dem ihnen zugedachten Marterpfale doch immer wieder entgangen.

Diese Furcht vor den nie fehlenden Büchsen der berühmten Jäger zeigte sich auch jetzt in der Art, wie die Apachen den Angriff unternahmen.

Der zuerst dicht geschlossene Haufen der heranjagenden

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Der kleine Kundschafter. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 12. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_kleine_Kundschafter.pdf/13&oldid=- (Version vom 31.7.2018)