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näher gerückt hatte, sah genau, daß es geladen sein mußte. Das Zündloch enthielt einen pfropfenähnlichen Verschluß von trockenem, leicht brennbaren Moos. Außerdem war ja auch mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Ansiedler als sie die Anwesenheit der Apachen am Ufer gespürt hatten, alle Abwehrmaßregeln getroffen hatten, die ihnen zu Gebote standen. Mithin wurden sie auch fraglos das Geschütz für alle Fälle geladen haben. Das Flachboot kannte ja den Apachen erst später in die Hände gefallen sein. Edward Smitson hatte hiervon noch nichts gewußt.

Der Moospfropfen sollte ganz ohne Zweifel das Pulver im Rohr vor Feuchtigkeit schützen. Dies alles schoß dem Trapper im Bruchteil einer Sekunde durch den Kopf. Gleichzeitig kam ihm ein verwegener Gedanke, wie er vielleicht die Wächter von dem Boote vertreiben könnte.

So erwiderte er denn nach kurzem Überlegen:

„Die roten Söhne Manitous müssen an das Moos, das in dem Loche am Ende des Rohres steckt, einen Feuerbrand halten. Dann werden sie merken, wozu das eiserne Rohr dient.“

Alle weiteren Fragen beantwortete er durch dunkle Andeutungen, durch die die Neugier der Rothäute nur noch gesteigert wurde.




4. Kapitel.
Der Kanonenschuß.

Die Apachen traten an die Brustwehr und berieten sich leise. Sie trauten dem weißen Jäger nicht. Aber wie alle Naturkinder waren sie überaus wißbegierig ihnen unbekannten Dingen gegenüber.

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Der kleine Kundschafter. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_kleine_Kundschafter.pdf/22&oldid=- (Version vom 31.7.2018)