Seite:Der kleine Kundschafter.pdf/30

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die nötigen Weisungen zu, wie er steuern sollte.

Man konnte jetzt schon die Uferbäume genau erkennen, konnte jeden einzelnen Schuß vernehmen und hörte auch das wilde Gebrüll der angreifenden Rothäute, die nach einer drüben aufsteigenden Qualmsäule zu urteilen ein paar der Blockhütten in Brand gesteckt haben mußten.

Nun bog das plumpe Fahrzeug in die etwa vierzig Meter breite Bucht ein. Kaum hatte es hier in dem engen Fahrwasser eine kurze Strecke zurückgelegt, als vom linken Ufer aus den Büschen ein förmlicher Hagel von Pfeilen und Kugeln sich über das Flachboot ergoß. Brax erhielt eine Kugel in den linken Oberarm, während zwei seiner Freunde durch Pfeilschüsse schwer verletzt wurden.

Felsenherz, der schon vorher das Schiffsgeschütz auf das Dach der vorderen Deckhütte geschafft hatte, sprang jetzt eilends hinauf, blies die bereitgehaltene Lunte an und schickte den Bleihagel der bis zur Mündung geladenen Kanone in das Ufergestrüpp. Dem überlauten Knall des Schusses folgte ein wildes Wutgebrüll. Eine Schar von einigen zwanzig Apachen flüchtete aus den Büschen über eine Lichtung in den dichteren Wald.

Nachdem der blonde Trapper das Geschütz rasch wieder geladen hatte, half er seinem roten Bruder beim Rudern, da Sennor Pacharo und der einzige unverwundet gebliebene Fallensteller genug mit den Verletzten zu tun hatten.

Das Flachboot glitt um eine Halbinsel herum. Auf der Südseite dieser Halbinsel lagen die Blockhütten der Ansiedler und auch das sogenannte Beratungshaus, das zugleich als Festung für den Fall der Not dienen sollte und daher mit einem Palisadenzaun und einem tiefen Wassergraben umgeben war.

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Der kleine Kundschafter. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_kleine_Kundschafter.pdf/30&oldid=- (Version vom 31.7.2018)