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1. Kapitel.
Der kleine Kundschafter.

Ein heulender Windstoß, der durch die enge, wild zerklüftete Schlucht fuhr und bis in die flache Felsgrotte drang, fachte das kleine Lagerfeuer zu hellen Flammen an.

Neben diesem Feuer lag auf einer wollenen Satteldecke ein blondbärtiger Trapper, der soeben mit Hilfe einer eisernen Kugelform für seine im ganzen wilden Westen berühmte Doppelbüchse neue Kugeln in der Glut gegossen hatte.

Jetzt drückte er die allzu hoch lodernden Äste mit ein paar Steinen wieder aus und tat dann die fertigen Kugeln in seine mit Glasperlen nach indianischer Art verzierte Jagdtasche.

Das in der Schlucht vielfach widerhallende Echo eines Büchsenschusses ließ ihn jäh in die Höhe fahren. Auch die beiden im Hintergrunde der Grotte stehenden Pferde, ein Rappe und ein hochbeiniger Fuchs, hatten ebenfalls wie lauschend die Köpfe vorgereckt.

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Der kleine Kundschafter. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_kleine_Kundschafter.pdf/4&oldid=- (Version vom 31.7.2018)