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(Nachdruck, auch im Auszuge, verboten. – Alle Rechte vorbehalten. – Copyright by Verlag moderner Lektüre G. m. b. H., Berlin 14. 1916.)


Der versteinerte Wald.
W. Belka.


1. Kapitel.
Durst …!

Leise klangen die Glöckchen der Reitdromedare, leise ließ der Wind den an den Abhängen der Hügel abwärts getriebenen feinkörnigen Sand rauschen und raunen von all den Märchen, die diese große Halbinsel seit Beginn unserer Zeitrechnung miterlebt hatte, dieses seltsame Land Arabien, von dem aus einst Mohammed seine neue Religionslehre mit Feuer und Schwert weiterverbreitet hatte, aus dessen weiten Wüsten unzählige gewappnete Scharen plündernd ihren Weg gen Westen genommen, an dessen Grenzen die Kalifen in Bagdad in zauberhaften Prunk geherrscht hatten …

Der Mond war soeben aufgegangen, streute sein mildes Licht über das Sandmeer aus, über die felsigen, kahlen Höhen, die steinigen, ausgetrockneten Flußtäler – auch über die im Schritt sich langsam vorwärtsquälende Schar von Reitern, die matt und abgehetzt irgend einem Ziele zustrebte.

Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Der versteinerte Wald. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_versteinerte_Wald.pdf/2&oldid=- (Version vom 31.7.2018)