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keine Illusionen mehr, dazu bin ich zu sehr Mann des praktischen Lebens. Aber Strahl war treu, anhänglich und dankbar. – Wir werden aufbrechen müssen, meine Herren … Ihren Wagen brauchen wir nicht. Mein kleiner Sportwagen steht weiter unten an der Straßenecke …“

Lüning war zu bedauern, man konnte es ihm nachfühlen, was er gelitten haben mußte, sein Haus, seine Familie waren in die üble Sensationsmaschine einer durch moralische Bedenken in nichts gehemmten Presse geraten, sein tadelloser Ruf, sein makelloser Name hatten die traurige Wahrheit des Spruchs gespürt: „Etwas bleibt immer an einem vor das unvernünftige Forum der Öffentlichkeit Gezerrten hängen!“

Wir ließen Matz zurück, Harald raunte ihm noch etwas zu, und als wir nun vor der Villa in der Parkstraße standen, hielt bereits ein Polizeiauto vor der Tür.




5. Kapitel.
Auch Strahl schuldlos?!

Der jugendliche Kommissar Dwars, in letzter Zeit durch so manchen Erfolg bekannt geworden, ein unermüdlicher, eiskalter, schweigsamer Kämpfer für Wahrheit und Recht, hatte gerade an der Pforte läuten wollen. Lüning ließ uns ein, Dwars schien wenig erfreut über unsere Anwesenheit, und es herrschte von vornherein eine äußerst peinliche Stimmung, die durch des Kommissars knappe Fragen an Lüning noch verstärkt wurde.

Das Zimmer des Dieners lag gleichfalls im Erdgeschoß nach dem Garten hinaus, während das übrige Personal im Seitenflügel untergebracht war.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Der weiße Maulwurf. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1932, Seite 31. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_wei%C3%9Fe_Maulwurf.pdf/31&oldid=- (Version vom 31.7.2018)