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samt seiner Maske entkommen war. Er fand es. Von den großen Feldsteinen des Fundaments waren drei aneinanderliegende gelockert: Das Loch, das sie freigaben, lief schräg nach oben in ein Brombeerdickicht.

Wir tilgten alle Spuren unserer Anwesenheit und kehrten heim. Harst sprach kein Wort, auch zu Hause drückte er mir stumm und zerstreut die Hand und suchte sein Schlafzimmer auf.




2. Kapitel.
Die Zigeunerkneipe.

Am nächsten Vormittag hatte sich mein Freund ein Paket Zeitungen aus dem verflossenen Februar herausgesucht und verfolgte die Spalten der Anzeigen unter „Tiermarkt“ und „Vermischtes“ mit einem Eifer, der ihn geradezu schwerhörig machte. So mußte ich denn die Erörterung über die Maulwurffarm abermals verschieben, saß im Sessel und rauchte und freute mich schadenfroh über Haralds mißvergnügte Miene. Plötzlich leuchtete sein Gesicht jedoch auf, und er rief fast triumphierend: „Das hier ist unser Mann!! Den brauchen wir!“

Ich beugte mich vor und sah in einer Zeitung ein Bild des Herrn Aloys Huber, der als Spezialist im Finden von Käfern, Larven, Engerlingen auch den Zoologischen Garten mit „Nahrung“ versorgt. – Er heißt nicht Huber, ich nenne ihn hier nur Huber, aber man hat ihm tatsächlich lange Artikel gewidmet, ohne ihn würden verschiedene Tierarten im Zoo einfach verhungern.

Wir fuhren also zu Herrn Huber, hatten Glück, er war daheim, und als Harald seinen Namen nannte und Huber auf den Kopf zusagte, daß er einem Unbekannten unter geheimnisvollen

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Der weiße Maulwurf. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1932, Seite 43. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_wei%C3%9Fe_Maulwurf.pdf/43&oldid=- (Version vom 31.7.2018)