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Ohne Hehl erzählt er ihm und arglos

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Sein Geschick und seines Abenteuers

Ganzen Lauf! mit diesem Wort beschließend:
Harre mein, ich eile meinem Vater
Jetzt entgegen. Kehrt er wieder, magst du
Für das Wunderpferd den Preis bedingen,

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Der dir billig scheint und uns, wo nicht, auch

Jenes Roß, wohin du willst, entführen!

So der Prinz, und aus den Thoren Bagdads
Jagt er spornstreichs, mit verhängtem Zügel,
Ihm zur Seite ritt der greise Mesrur.




 Vierter Gesang.


Eingewurzelt stand der Mohr, dem Prinzen
Blickt er nach und rief ergrimmt: Der Undank
Ist der Fürsten allgemeines Laster!
Handels einig soll ich werden also

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Um den Gaul, wo nicht, so bleibt die Wahl mir,

Hinzugehn, woher ich bin gekommen!
So bezahlt er mir die Schmach des Kerkers?
So bezahlt er mir der schönen Griechin
Raub, zu dem ihm jenes Pferd verholfen?

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So bezahlt er mir das höchste Kunstwerk?

Durch Alasnam ist der Fürst des Glaubens
Schlimmer, als er wähnt, bestraft; die Wahrheit
Soll er wissen, seiner Tochter Schicksal
Bald erfahren! Doch am Prinzen räche

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Mich ein Wagestück, und sein Gelingen

Sichere mir, was jene stolzen Thoren
Streng verweigert meinem billigen Wunsche.

Empfohlene Zitierweise:
August Graf von Platen: Die Abbassiden. J. G. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1847, Seite 36. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Abassiden_(Platen).pdf/36&oldid=- (Version vom 31.7.2018)