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Mit Harpunen nach den Fischen warfen.
Als den Wrack sie gewahrten, griffen diese
Schnell zum Ruder und in kurzer Frist sieht

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Sammt den Freunden sich gerettet Assad.

Gegen Abend langt er an im Haven
Einer kleinen, handelsthätigen Seestadt.

Bald verdungen jene zween Matrosen
Ihren Dienst an einen reichen Fischer,

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Der mit korkbehangenen Netzen ausfuhr.

Assad aber, auf den Rat des alten
Mannes, dem er schuldig war das Leben,
Ging am andern Morgen nach der Wohnung
Eines Kaufmanns, welcher wohlbegütert,

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Wie ein Fürst, in jenem Städtchen herrschte.

Herr, begann er, Mißgeschick und Schiffbruch
Warfen mich an dieß Gestad, den Fremdling;
Not bezwingt die Besten, nicht des Bettlers
Loos verdien’ ich; aber euch, dem Reichen,

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Der der Menschenhände viel beschäftigt,

Biet’ ich meinen jugendlichen Arm an.

Lange strich das bärtige Kinn der Kaufmann,
Sinnend hin und wieder; dann versetzt er:
Weißt du Pfeil und Bogen wohl zu führen?

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Ihm erwiederte drauf der Sohn des Harun:

Als ich einst mich besserer Tage rühmte,
War die Jagd mein auserwählt Vergnügen:
Unter allen meinen Freunden aber
Kam als Bogenschütze keiner gleich mir.

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Eine Probe gelt’ es, sprach der Kaufmann:

Jene Waldungen gegen Westen dienen
Oft zum Aufenthalt Elefantenschwärmen.

Empfohlene Zitierweise:
August Graf von Platen: Die Abbassiden. J. G. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1847, Seite 41. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Abassiden_(Platen).pdf/41&oldid=- (Version vom 31.7.2018)