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Vier solcher feurigen, riesigen Kugeln, dicht zusammenhängend, rasten, diesmal von der anderen Seite kommend, an ihm vorüber und verloren sich dann als glühende Punkte in der Finsternis.

Jetzt war jeder Zweifel bei Richard beseitigt. Wenn das Geheimnis auch noch so wunderbar war: er hatte es hier mit einer Eisenbahn auf dem Meeresgrunde zu thun, denn ganz dicht waren ja die Kugeln an ihm vorüber gejagt, sodaß er sie mit der ausgestreckten Hand, freilich wohl zu seinem Schaden, hätte berühren können. Nur den deutlichen Eindruck hatte er dabei bekommen, daß die Kugeln selbst nicht feurig waren, sondern daß sie das elektrische Licht durch Oeffnungen, vielleicht durch Fenster, ausstrahlten und durch ihre ungeheuer schnelle Rotation einen weiten Lichtkranz rund um sich herum verbreiteten.

Zur Lösung dieses Rätsels gab es nur ein einziges, und zwar ein sehr einfaches Mittel: Richard brauchte nur den Schienensträngen nachzugehen, dann mußte er an einen Bahnhof oder an irgend einen anderen Punkt kommen, von dem die Züge ausgingen. Zitternd vor fieberhafter Spannung machte sich Richard daher auf den Weg.

Was für ein Geheimnis würde sich ihm hier unten auf dem Meeresboden, in einer Tiefe, die für jeden anderen Taucher unzugänglich war, noch offenbaren? –




Die versunkene Stadt.

Schon eine Stunde war Richard marschiert und durch eine außerordentliche Springkraft sehr schnell vorwärts gekommen, ohne daß ihm wieder ein Kugelwagen entgegengeeilt wäre oder ihn überholt hätte. Auch sonst stieß er auf nichts Auffälliges. Nur die Schienen blieben. Sie liefen am Boden hin, überbrückten Spalten und Schluchten, waren, wenn diese

Empfohlene Zitierweise:
Robert Kraft: Die Ansiedelung auf dem Meeresgrunde. H. G. Münchmeyer, Dresden (1901), Seite 13. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Ansiedelung_auf_dem_Meeresgrunde.pdf/15&oldid=3271696 (Version vom 31.7.2018)