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Im übrigen blieb sein von einem grauen Bart umrahmtes hageres Gesicht unverändert … –

Sieglinde bekam Farbe … Ihre Mutter bedankte sich wortreich bei dem Mieter und reichte ihm auch die Hand – zum ersten Male. Haberlein wohnte kaum erst eine Woche bei Laukens, war am 15. Februar zugezogen und hatte bisher kaum Gelegenheit gehabt, den Damen näherzutreten.

Er verabschiedete sich nun wieder.

Auch Sigi gab ihm die Hand …

„Ich danke Ihnen, Herr Haberlein … Der Kognak hat wirklich geholfen …“ Und dann ein wenig zögernd: „Verzeihung, waren Sie nicht früher Polizeibeamter? Auf Ihrer Anmeldung stand doch außer Rentner noch ein Titel …?“

Haberlein nickte. „Ich war Detektivinspektor auf Java in niederländischen Kolonialdiensten, gnädiges Fräulein … Ich beziehe auch eine kleine Pension …“

Und wieder verbeugte er sich und kehrte in die Küche zurück, stellte die Pfanne auf die Gasflamme und begoß sinnend mit einem Löffel die beiden Setzeier mit Fett …

Dann ging er in sein Zimmer hinüber, das nur einfenstrig war und das neben Laukens sogenanntem Salon lag. Die Verbindungstür war hier durch einen Schrank verstellt.

Haberlein nahm gemächlich sein Abendbrot ein …

Links neben ihm lag – ebenfalls die Abendpost …

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Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 18. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/18&oldid=3271735 (Version vom 31.7.2018)