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Auch Max Schraut landete glücklich auf dem Balkon.

Nochmals durchsuchten sie die Wohnung. Die Zimmer waren sämtlich ungeheizt, sämtlich mit Geschmack eingerichtet.

Die Flurtür, die auf den Vorboden führte, war von innen gepanzert und hatte ein dreifaches Stangenschloß.

Alles schauten die Freunde sich an …

Und in der schmucken Küche sagte Harst:

„Die sind – ausgekniffen, mein Alter …! Die kommen nicht mehr zurück. Die haben doch etwas mit dem Morde an dieser Doppelgängerin der Lizzia Douglas zu tun …! Immerhin – verbergen wir uns. Die Mädchenstube neben dem Bad dürfte der geeignete Ort sein …“

Hier stand ein Schrank, der bis auf einige Pappkartons leer war. Und in diesem Schrank machten die beiden es sich nun bequem. Die Schranktür ließen sie vorläufig weit offen …

Als Sitz diente ihnen eine kleine Küchenbank.

Bequem war das nicht. Und der allzeit ein wenig zu Spöttereien geneigte Schraut meinte denn auch nach einer halben Stunde: „Ein Klubsessel wäre mir lieber. Vielleicht holen wir uns die beiden aus dem Herrenzimmer.“

„Bitte, – es wird Dir aber kaum bekommen, mein Alter … Denn schon vorhin hörte ich im Flur das leise Knarren von Dielen…“

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Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 39. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/39&oldid=- (Version vom 31.7.2018)