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„Gut … – Wie heißt Ihr?“

„Ick bin der lange Benno, und mein Freind heeßt der schiefe Otto … von wejen den kleenen Buckel … Schuster war er frieher …“

„Janz frieher!“ nickte der Rotbart.

„Dann hört mal zu… Ihr beide bleibt oben auf dem Dach und versteckt Euch hinter den Schornsteinen. Sollte jemand über die Dächer hier nach Nummer 9 kommen, so packt Ihr den Betreffenden …“

„Wird jemacht! – Und wenn etwa zwee kommen?“

„Dann warnt Ihr uns, turnt am Seil hinab und knotet es los … Ihr habt es doch auch sicher nur über den Rinnenhaken gelegt, so daß zwei Enden herabhängen?“

„Nee, daran haben wir nicht jedacht… Soll aber nu jeschehen … – Herr Harst, da oben uff det Dach wird’s een bißken sehr kühl werden … Und hier ins Bieffett stehn so nette kleene volle halbe Flaschen Kohnjack … Wie wär’s, wenn Sie uns jestatten mechten, so zur Erwärmung unseres sojenannten inneren Leibes …“

„Gut – eine halbe ist bewilligt …“

Sehr zufrieden zogen die beiden nun ab …




Empfohlene Zitierweise:
Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 47. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/47&oldid=- (Version vom 31.7.2018)