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Die Zuleitung der Antenne führten wir durch die hierzu vorgesehenen Porzellantüllen des einen Fensters des Herrenzimmers bis zum nahen Schreibtisch …

Da wir uns seit anderthalb Jahren mit der Äthertelegraphie und -telephonie aufs eingehendste beschäftigt hatten und da besonders Harald längst als Mitglied des Radio-Klubs auch mit Röhrensendern völlig vertraut ist, gelang es ihm, fünf Minuten vor zwölf den kleinen Sender dieser fragwürdigen Herrschaften in Betrieb zu setzen.

Wir kannten den Anruf, mit dem dieser Sender allnächtlich seine Arbeit begann, ganz genau: dreimal hintereinander die Buchstaben ALMA – also Alma.

Und dieses Alma sprach Harst nun langsam und nach Möglichkeit die Stimme Eriksens kopierend in das Mikrophon hinein.

Ich selbst saß am Empfangsapparat, konnte also gleichzeitig Harsts Stimme mit übergestülptem Kopfhörer kontrollieren.

Dieser Empfangsapparat war eine Dreiröhrenreflexschaltung mit Rahmen.

Klar und fast überlaut hörte ich so den Anruf mit, dieses dreimalige ALMA

Dann warteten wir …

Warteten, ob irgendwoher irgend jemand antworten würde …

Harald schaute mich gespannt an …

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Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 49. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/49&oldid=- (Version vom 31.7.2018)