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Vorjahres genau so wie sein Bruder Gustav einen Drohbrief, der das Geheimzeichen des Klubs trug und ihn mit dem Tode bedrohte, falls er Amerika nicht schleunigst verlassen würde. Die beiden Briefe waren inhaltlich fast gleich. Gustav Eriksen hatte den Klub jedoch nur einmal besucht gehabt, ohne Mitglied zu werden. Die Brüder beachteten die Drohung nicht. Sie glaubten an irgendeinen schlechten Scherz, zumal die Forderung, Amerika zu verlassen, doch recht merkwürdig war. – Aber drei Tage darauf wurde Gustav Eriksen in einem Vorort aus dem Hinterhalt angeschossen und schwer verwundet in ein Krankenhaus gebracht. Seine Gattin Lizzia, die ihn über alles liebte, drang nach seiner Genesung darauf, daß man sofort nach Europa reise, denn inzwischen waren wieder zwei Drohbriefe eingetroffen. Thomas Eriksen weigerte sich, da er gerade an einer Erfindung, einem neuen Telephoniesender, arbeitete. Doch am ersten Tage, als sein Bruder sich als Genesener ins Freie wagte, wurde er im Garten einer bekannten Familie durch ein Geschoß aus einem Luftgewehr wieder verwundet, zum Glück nur ganz leicht. – Jetzt wünschte auch der Vater der Brüder Eriksen, der mit Thomas zusammenwohnte, daß man das Schicksal nicht herausfordern solle. Jedenfalls: man reiste ab, und zwar getrennt und unter allerlei Vorsichtsmaßregeln, um die von dem Geheimbund gedungenen Mörder loszuwerden. Thomas und sein Vater sowie Mary Douglas, die im

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Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 87. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/87&oldid=- (Version vom 31.7.2018)