Seite:Die Antenne im fünften Stock.pdf/88

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Hause ihrer Schwester als Waise ein Heim gefunden, benutzten einen Dampfer von Halifax aus, während das Ehepaar Douglas von New Orleans abfuhr. Doch – kurz bevor die Dampfer in See gingen, erhielten die Brüder den dritten Drohbrief: ein jeder sollte sich in Europa anderswo niederlassen, und nie mehr sollten sie persönlich zusammenkommen … –

Jetzt wurde Thomas Eriksen ebenfalls nervös. Man hatte den Mordbuben entgehen wollen, und nun hatte man in diesen Briefen den Beweis, daß diese unheimlichen Gegner abermals in der Nähe waren.

Nach der Landung in Europa wandten die beiden Reisegesellschaften, die sich durch Telegramme untereinander verständigt hatten, noch weitgehendere Maßregeln an, jede Spur hinter sich zu verwischen. In Berlin wollte man dann wieder zusammentreffen.

Ende Dezember mietete Thomas in Berlin die aufgestockte, beschlagnahmefreie Wohnung, während sein Vater das Häuschen in der neuen Eigenheimkolonie pachtete, um den Sohn bei seinen Sendeversuchen zu unterstützen. Gustav Eriksen aber, Lizzias Gatte, nahm auf deren Bitten unter anderem Namen in Hamburg eine Stellung an, da seine Frau derart ängstlich geworden war, daß sie ihn in Berlin nicht sicher genug glaubte. Sie tat noch ein übriges und benutzte ihre Geschicklichkeit als frühere Schauspielerin dazu, in Berlin gelegentlich ihren Gatten zu spielen.

Empfohlene Zitierweise:
Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 88. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/88&oldid=- (Version vom 31.7.2018)