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Zunächst ereignete sich dann für die Flüchtlinge nichts Besonderes. Mary hatte bei Frau Worge Unterkunft gefunden und traf fast täglich mit den Verwandten in einem Restaurant abends zusammen, wo sie dann für Frau Lizzia gehalten wurde – – von mir, Max Schraut! Wie sollte ich auch die Wahrheit ahnen?! – Der alte Herr Eriksen wieder kam nur sehr selten von dem Vorort nach Berlin, weil er sich dort in der Einsamkeit sehr wohl fühlte.

Die Verfolger schienen die Spur der Flüchtlinge nun endgültig verloren zu haben …

Da aber kam jener gestrige Abend, an dem die Geschichte der Antenne im fünften Stock für den Leser beginnt. Und da besuchte Mary abends neun Uhr ihre Schwester. Hierbei entdeckte Frau Lizzia, als sie Mary einließ, daß draußen im Briefkasten noch ein Brief lag.

Es war – – ein neuer Drohbrief!

Er enthielt nochmals den Befehl, daß Frau Lizzia sofort nach Hamburg zu ihrem Gatten reisen solle und daß die Brüder Eriksen jeden Verkehr miteinander einstellen sollten.

Thomas, der durch die Attentate auf seinen Bruder und durch all diese dunklen unerklärlichen Machenschaften jeden Frohsinn bereits eingebüßt hatte, schlug nun seiner Schwägerin vor, man solle endlich die Scheu vor der Zuziehung eines Detektivs aufgeben und sich

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Walther Kabel: Die Antenne im fünften Stock. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1926, Seite 89. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Antenne_im_f%C3%BCnften_Stock.pdf/89&oldid=- (Version vom 31.7.2018)