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schon am 9. Februar 1684 an der damals grassierenden pestartigen Krankheit und wurde in der Pfarrkirche von Trumau begraben. „Religiosus obediens, bonus et fidelis oeconomus“ (Höffner).

510. Johannes Vogg

(al. Vogckh) wurde am 13. Nov. 1626 zu Schwabmünchen in Bayern geboren und legte als Laienbruder am 8. Sept. 1653 die Profess ab. Er war 1653–1654 Subsacrista, 7. Jänner bis 19. Dec. 1654 Küchenmeister, übernahm am 19. Dec. 1654 das Amt eines Kellermeisters im Stiftshofe zu Wien und starb daselbst am 20. August 1681 an Asthma. Er wurde im Stifte begraben. „Religiosus perfectioni sedulo studens et fidelis oeconomus, sine querela inter negotia sua conversatus“ (Höffner).

511. Balthasar Fridrich

(al. Friderich), am 11. Oct. 1635 zu Wien geboren, legte am 25. Dec. 1653 die Profess ab, studierte hierauf Philosophie und Theologie an der Universität zu Wien und feierte am 1. Nov. 1660 seine Primiz. Er war vom 7. Oct. 1661 bis 20. Jänner 1662 Pfarrverweser in Winden, 1. August 1662 bis 8. Jänner 1664 Kämmerer, 8. Jänner bis April 1664 Verwalter in Sparbach, 6. Jänner bis 26. April 1665 Sacrista, 1665 bis 3. März 1667 Pfarrverweser in Trumau und 5. Jänner 1670 bis 20. August 1671 Pfarrverweser in Steinbruch. Vom 1. Juni 1673 bis 1. Juni 1674 hospitierte er in Zwettl, ordnete daselbst die Bibliothek, legte einen Katalog über dieselbe an und administrierte im letzten Vierteljahre seines dortigen Aufenthaltes die Pfarre Groß-Schönau. Am 7. Jänner 1683 wurde er abermals Pfarrverweser in Trumau, musste sich aber am 9. Juli vor den herannahenden Türken flüchten, begab sich zuerst nach Neuberg, dann nach Viktring in Kärnten und kehrte nach Aufhebung der Belagerung Wiens auf das Stiftsgut Niederleis zurück, wo er bis 14. Mai 1687 blieb. Vom 12. Juni bis 14. Sept. 1693 bekleidete er das Amt eines Beichtvaters der Conventualen, kam am 14. Sept. 1693 als Pfarrverweser nach Podersdorf, kehrte aber am 9. Nov. 1695 wieder ins Stift zurück, wo er vom 18. Nov. 1695 bis zu seinem Tode abermals das Amt eines Beichtvaters der Conventualen versah. Er starb am 3. Mai 1700 und wurde in der Krypta der Kreuzkapelle begraben. „Sincerus solitudinis et cellae amator“ (Höffner).

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 99. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/116&oldid=- (Version vom 18.6.2020)