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und nach erhebet, und in völligen gueten Standt gesezt, hat in den Werckh erwiesen, daß er ein fürtrefflicher Würth gewesen seye.“ Ins Stift zurückgekehrt, bekleidete er vom 30. August 1689 bis 5. Jänner 1690 das Amt eines Kämmerers, wirkte hierauf 10. Jänner 1690 bis 20. Sept. 1695 abermals als Pfarrverweser von Münchendorf, versah von dort aus bis 3. Jänner 1691 zugleich die Pfarre Trumau, verwaltete vom 29. Dec. 1695 bis 17. Jänner 1702 das Gut Sparbach und 3. bis 25. Sept. 1698 interimistisch zugleich Wildeck und begab sich hierauf ins Stift zurück, wo er bis an seinen Tod noch als Beichtvater der Conventualen thätig war. Er feierte am 29. Sept. 1712 seine Jubelprofess und starb als Senior am 28. März 1715. Sein Grab befindet sich im westlichen Flügel des Kreuzganges. „Vir erat humilis, pietati addictus, saluti suae indesinenter intentus, solitudinis, cellae et silentii singularis amator, in frequentando choro, etiam in senio, assiduus, in temporalibus et spiritualibus administrandis operarius indefessus et fidelis suaque semper sorte contentus“ (Höffner).

533. Alberik Höffner,

am 7. Sept. 1641 zu Neisse in Preuß.-Schlesien geboren, wurde am 21. Sept. 1661 eingekleidet, legte am 29. Sept. 1662 Profess ab und primizierte am 18. Sept. 1667. Er wirkte im Stifte vom 1. Jänner 1668 bis 5. Jänner 1669 als außerordentlicher und hierauf bis 5. Jänner 1682 als ordentlicher Beichtvater der Conventualen, 22. April 1668 bis 5. Jänner 1682 als Bibliothekar und 5. Jänner 1669 bis 20. Mai 1671 als Vicar von Gaden. Vom 20. Mai 1671 bis 3. Jänner 1693 war er Provisor von Mayerling, 6. Jänner 1672 bis 3. Jänner 1693 äbtlicher Secretär, 26. Dec. 1672 bis 5. Jänner 1682 Novizenmeister und 5. Jänner 1682 bis 3. Jänner 1693 Prior. Als solcher begleitete er 1683 den Abt Clemens auf seiner Flucht nach Oberösterreich und Bayern und kehrte mit ihm nach der Befreiung Wiens wieder ins Stift zurück. Vom 5. Jänner 1693 bis 12. Oct. 1696 verwaltete er das Gut Trumau, war hierauf 13. Oct. 1696 bis 1. Sept. 1698 Hofmeister in Wien, 3. Sept. 1698 bis 8. Sept. 1699 abermals Novizenmeister und Bibliothekar und 17. Sept. 1698 bis 8. Februar 1699 Beichtvater der Conventualen, versah 1. Oct. 1699 bis 18. Februar 1700 wiederum die Stelle eines Hofmeisters in Wien und wurde am 3. März 1700 als Prior nach Neuberg berufen, wo er bis 2. März 1701

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 110. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/127&oldid=- (Version vom 24.6.2020)