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flitzten Paviane hin und her, – nicht dutzendweise – nein, die Steilwände waren wie Felsstücke, auf denen Ameisen eilfertig umherrennen.

Die Horden der Hamadryas zogen zur Tränke, zogen droben in den Urwald, verteilten sich. Die Sonne hatte sie geweckt, und das Volk der Königin Lylian Garden suchte seine Nahrung – ohne Arbeit, ohne Mühe.

Ich richtete das Glas erneut auf den Felsbalkon. Da die Köpfe der hinter aufgeschichteten Steinen ruhenden Dromedare bequem zu zählen waren, suchte ich die Zahl der noch lebenden Tiere festzustellen: Achtzehn!

Ob Gabara das Kamelfleisch sehr geschmeckt hatte, bezweifelte ich.

Von den Kriegern war nichts mehr zu sehen. Das helle Licht hatte sie in ihre Notverstecke gescheucht, – der Geröllwall war keine dreihundert Meter entfernt, und die Wollo-Galla dort mochten schon so manchen unvorsichtigen Guasasso mit einer Kugel weggeputzt haben.

Mary bat um das Glas. – Sie war mir gegenüber noch etwas befangen. Das gestörte Schäferstündchen und Guzas Tod waren noch nicht vergessen.

Freund Fennek, der die Paviane witterte, hatte nun doch wohl eingesehen, daß ihm von den Mähnenaffen keine Gefahr drohe und hatte sich zusammengerollt, blinzelte in die Sonne und keckerte behaglich. –

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 107. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/108&oldid=- (Version vom 31.7.2018)