Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/142

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bei mir, – Gabara kam jetzt an die Reihe, ich war gespannt, wie die Unterhandlungen mit ihm verlaufen würden, – noch neugieriger auf das Benehmen der Affen, wenn ich nun allein den Berg verlassen würde. – –

Dinge, von denen man sich in der Phantasie besonders reizvolle Bilder vorher entwirft, schrumpfen nachher zumeist zu bedeutungslosen Alltäglichkeiten zusammen. – Nichts geschah, als ich den Affensaal durchquerte … Zwei freche Männchen näherten sich mir zwar mit offensichtlich üblem Vorhaben, aber sofort sprangen zwei andere zu, es setzte Hiebe mit dicken Knütteln, es gab ein allgemeines Kreischen, – ich schritt weiter, und unten am Kanon erst schien der Mann mit dem Leopardenfell und dem reichen Silberschmuck mich erwartet zu haben. Schweigend grüßte er mit der Hand, kletterte vor mir empor und führte mich südwärts bis zu einer Stelle, wo die Kanonränder sich fast berührten und wir nach Osten abbiegen konnten. Nach einer Wanderung von einer halben Stunde lag der Geröllwall vor mir, Hamiru blieb zurück, ich erklomm das Geröll, winkte den Guasassos zu, und Heiitsch Gabara trat hinter einer der Steinmauern, die die Zelte schützen sollten, hervor …

Nicht mehr der Gabara, wie ich ihn kannte, nein, ein gebrochener Mann, abgemagert, zerlumpt, den linken Arm in der Schlinge …

„Du?!“ sagte er gedehnt …

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 141. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/142&oldid=3298742 (Version vom 31.7.2018)