Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/155

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

reden, damit nicht noch mehr von den Tieren, die mir gehorchen, durch Wurfspeere und Pfeile und Keulen sterben … Ich liebe diese Tiere.“

„Wie ich,“ sagte Lylian voll Wärme. „Man glaubt, sie ließen sich nicht zähmen … Aber wer sie gut behandelt, wer wie ich zuerst vor ihnen durch einen Patumengi geschützt wurde, – wer sie aufwachsen sah und die bösartigen Gesellen mit der Lanze belehrte, daß Schläge sehr weh tun, der sieht in ihnen mehr als nur Affen … Alle Affen sind klug, alle. Im Umgang mit dem Menschen erwachen ihre besseren Instinkte, sie fühlen sehr bald, daß der Mensch ihnen näher steht als jedes andere Geschöpf… – Ich weiß nicht, Abelsen, wie Sie sich zu der Abstammungstheorie stellen, die den Affen unseren entfernten Vetter nennt. Ich persönlich zähle uns Menschen lediglich zu den höchstentwickelten Geschöpfen von der großen Familie der Urväter, – und das waren die Affen. In fernen, fernen Epochen des Erdgeschehens trat ein Zeitpunkt ein, an dem der Stammbaum der höchst entwickelten Affen, der Menschenaffen, mit einem besonderen Ast zur Menschwerdung emporsproßte. Dieser Zeitpunkt bedeutet den trennenden Schnitt zwischen Affe und Mensch, – aber der Stammbaum beider ist derselbe.“

Das wußte ich längst. Die natürliche Schöpfungsgeschichte war mir durchaus vertraut, genau so wie die biblische, – beide lassen sich sehr wohl in Einklang miteinander bringen für den,

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 154. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/155&oldid=- (Version vom 31.7.2018)