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neues unbekanntes Ufer warf, glaubte ich gekrönt durch meine Züge mit Reginald und Lizzie und Sussik durch die Steppen des wildreichen Ostafrika. Ich hatte geglaubt, daß es darüber hinaus nichts Bedeutenderes, nichts das Herz noch stärker Packenderes geben könnte. – Es war dies ein Irrtum gewesen.

Der Zauberberg hier war vielleicht nicht das atemberaubende Erleben jener Monate, als wir mit Blitzlicht und Kamera in der Boma dem Raubzeug auflauerten oder als ich mit Coy, dem nie Vergessenen, durch die Pampas jagte und die ewigen Eiskronen der stolzen Andenhäupter erklomm …

Es war ein Zauberberg ganz besonderer Art.

Und sein stärkster Zauber hieß Lylian Garden.

Dieser Zauber übermannte mich, als ich aus ihren Worten die bange Sorge um meine Sicherheit hindurchklingen hörte.

Ich erhob mich, – ich griff nach ihren Händen.

Mary – – ja, das war etwas ganz anderes.[1]

Hier aber schwang meine Seele mit und drängte mich zu der Frau hin, die ich liebte.

Unsere Hände fanden sich, – aber in ihren Augen las ich deutlich das bange Flehen, den Zauber dieser Freundschaft nicht zu zerstören.

In demselben Moment schlug draußen der Klöppel gegen die Messingplatte, und Tursts Stimme rief herausfordernd-beißend:

  1. Vorlage: anderes. anderes.
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 160. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/161&oldid=- (Version vom 31.7.2018)