Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/178

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Zappelphillipp, holen Sie die Krüge! Vorwärts, seid nicht so schwerfällig! Und du, Olaf, old Boy, – setze du eine andere Miene auf! Dir scheint der Zauber des Oberzauberers noch immer in den Knochen zu stecken …!“

Mary hatte schon recht. Erlebnisse dieser Art können unmöglich spurlos an einem Menschen vorübergehen, der mit so ernster Auffassung wie ich allen ungewöhnlichen Ereignissen gegenübersteht. Ich bin mein Lebtag nicht abergläubisch gewesen, ich habe sogar mit schärfster Kritik die modernen Phänomene des großen Gebietes des Okkultismus beobachtet, – hier hatte ich mit eigenen Augen Dinge geschaut, die an Übernatürliches grenzten. Ich kannte den plumpen Hokuspokus sogenannter „Heiliger“, ich war vielleicht mehr als mancher andere befähigt, Ursache und Wirkung zu ergründen. Für Homras unheimliche Macht gab es ebensowenig eine Erklärung wie für dieses seltsamen Menschen rechtzeitiges Erscheinen überhaupt. Wer hatte ihn herbeigerufen?! Der kleine greise Patumengi mit der unentwickelten Knabenfigur und den eisernen Muskeln?! Wie konnte der Häuptling des Zwergenvolkes überhaupt in so innige Beziehungen zu Homra getreten sein?!

Erst recht begriff ich die geradezu beispiellose Oberflächlichkeit der Amerikaner in keiner Weise. Sie begnügen sich mit der Tatsache: Der Feind zieht ab, wir sind frei, – die tieferen Ursachen waren

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 177. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/178&oldid=- (Version vom 31.7.2018)