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ihnen gleichgültig. Wenn ihnen vielleicht noch etwas nahe ging, so war es die geschäftliche Seite der Geschehnisse: Es ließ sich mit alledem Geld machen! Der mit allen Salben gesalbte Falferlon hatte zweifellos schon eine Idee fix und fertig, hier einen Film zusammenzustellen, der mit seinen Innenaufnahmen des Zauberberges und seiner Bewohner, mit den Bildern der Doko, der Wasserfälle, des Rundpanoramas, ein unerhörter Erfolg werden mußte!

Siegesfest feiern!! In lautem Lärm, in Alkohol vielleicht die leisen Stimmen des Inneren betäuben, die nach gründlicherer Erfassung der Dinge verlangten, – das lag ihnen!

Ich, ich fühlte mich in diesem Kreise fremd, ich sehnte mich nach Lylians stiller, vornehmer Redekunst, nach ihrer seelischen Vertiefung, die niemals die feine Grenze zwischen tönender Phrase und wahrer geistiger Kultur überschritt.

Anderseits – glücklich diese Naturen, die alles so leicht nahmen, die meine nordische Schwerfälligkeit belächelten und nur nach dem Genuß des Augenblicks haschten.

Als sich eine Gelegenheit bot, mich unbemerkt davonzustehlen, tat ich es sofort.

Ich ging leise bis zu dem dicken Teppich vor Lylians Studiotür. Ich hob die Hand nach dem Klöppel des Gongs …

Eine Hand legte sich leicht auf meine Schulter.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 178. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/179&oldid=- (Version vom 31.7.2018)