Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/18

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

– Verzeihung, sind Sie Engländer? Mein Name ist Vincent Turst, Turst, Turst, nicht Trust, ich bin in drei Ländern gleichzeitig geboren, denn mein väterliches Haus steht genau dort, wo Bayern, die Schweiz und …“

Da verstummte er …

„Sehen Sie … sehen Sie!!“ er stieß mir leicht den Ellbogen in die Seite … „Es geht los … Kein Mensch wird Ihnen das glauben, wenn Sie es daheim erzählen, aber die Wollos glauben es, und …“

Wieder verstummte er.

Ja – es ging los …

Die drei Männchen vor der Frau hatten sich erhoben und schritten langsam, gravitätisch um ihren Steinsitz herum …

Langsam erhob sich auch der innere Kreis der Affen, – langsam schlossen sie sich den dreien an, die nun zu hüpfen begannen und dabei um den Stein eine richtige Spirale zogen … –

Wer je in einem Zoologischen Garten vor einem Käfig, der Mantelpaviane beherbergt, gestanden hat, der wird wissen, daß ein hüpfender Hamadryas zumeist sehr komisch wirkt, genau wie ein schreitender heimtückisch aussieht.

Hier war nichts von Komik bei diesem „Mondtanz“ der schönen, stark behaarten Männchen …

Der Tanz verblüffte. Ich möchte nicht den Ausdruck „faszinieren“ gebrauchen.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 17. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/18&oldid=- (Version vom 31.7.2018)