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Die Affenkönigin.

Wollte man meines – na, ich will schon sagen „Freundes“ Gabara Charakter zerlegen, so müßte man dazu mit dem Seziermesser sehr in die Tiefe gehen. Sein verwittertes Nomadengesicht, seine großen strahlenden jugendlichen Augen, die hohe Stirn, der strenge Mund mit den etwas nach unten gezogenen Wulstlippen lassen keinerlei Schluß auf seine Seelenmerkmale zu, es sei denn den einen der Gesamtpersönlichkeit: Ein Mann, wie geschaffen zum Häuptling eines Stammes der wandernden Gallas, die sich selbst gern Guasasso-Galla oder auch Ilmorma, Männer, nennen.

Er hat als Jüngling, als junger Krieger die Mahdistenkriege mitgemacht, er hat sogar am 9. März 1889 in der Schlacht bei Metemmeh mitgefochten, in der Kaiser Johannes von Abessinien den Tod fand, er hat eigentlich nichts anderes kennen gelernt als räubern, plündern, ewigen Streit mit

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/4&oldid=- (Version vom 31.7.2018)