Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/62

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Als ich ihm dann, ein Genesender, meinen eigentümlichen Fund unter der Sitzplatte des steinernen Thrones und die Skulpturen auch der Rücklehne geschildert hatte, war er so betroffen gewesen, daß er mich eine Weile sprachlos angestarrt hatte.

Seine nächste Frage überraschte mich noch mehr.

„Wirklich L.G., Olaf? Waren es diese Buchstaben?!“

„Bestimmt …“

Dann hatte er den Kopf gesenkt und blieb stumm.

Das fiel mir ein, als ich seinen allzu knappen Bericht über sein Eindringen in Gabaras so gut geschütztes Lager kritisch zerlegte.

Dann habe auch ich mich zum Schlafe auf mein Lager gestreckt, – Fennek leckte mir die Hand, ich schlief ein, – zwei Tage drauf lernte ich Vincents Dromedarhaus kennen, wir waren jede Nacht unterwegs, meine Wangen bekamen wieder Farbe, und nun – – nun will Vincent den Heiitsch Gabara ausräuchern.

Ich bin gespannt, wie er das zu tun gedenkt. – Sobald es dunkel wird, werden wir Nashorn spielen, die Reittiere besteigen und auf Umwegen das Dornendickicht der Guasassos aufsuchen.

Ausräuchern?!

Allerdings – es hat sehr lange nicht geregnet. Schon möglich, daß die Dornen brennen …

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 61. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/62&oldid=- (Version vom 31.7.2018)