Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/87

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„Die Höhle?“ – mir blieb der Atem weg, denn Turst war wieder kreidebleich geworden.

„Ja – – die Höhle – – und sie, Lylian Garden … oder …“

Da verstummte er.

Ich hatte inzwischen aus Honig und einer Pilzart, die Vincent mir schon früher bezeichnet hatte, eine Art Likör gebraut. Ich gab ihm zu trinken, – er stützte sich schwer auf meinen Arm …

„Ich danke dir … Es ist schon vorüber … Wenn du … ahnen würdest, Olaf!! Es waren für mich die entsetzlichsten Minuten meines Lebens. Auf alles war ich vorbereitet, die Hölle selbst hätte mich nicht derart … erschüttert … Es waren mindestens vierhundert … Und wenn Gabara die … Lebensmittel ausgehen, wird es vielleicht ein fürchterliches Morden geben …“

Ich fragte nichts. Er blickte wieder in die bläuliche Ferne, wo die Gebirgsmassen den Himmel zu stürmen schienen.

„Gehen wir, Olaf …! Ich muß Kräfte zurückgewinnen … Ich muß dorthin – mit dir, – ich kenne nun die Hälfte des Geheimnisses, – zum Glück erst nur die Hälfte, das Ganze hätte mich wohl … umgebracht – – um … den Verstand gebracht …“ –

An diesem Tage kam er auf das bange Thema nicht mehr zurück.

Was halfen mir diese Andeutungen?! Nichts!

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 86. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/87&oldid=3298874 (Version vom 31.7.2018)