Seite:Die Perlenfischerei im Voigtlande.pdf/183

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halber zu untersuchen und denselben womöglich zweckgemäß einzurichten. Das darauf bezügliche Rescript wurde unter dem 14. April d. J. 1734 an das Amt Voigtsberg abgelassen und in demselben war, ohne alle Angabe des Zwecks, kurz anbefohlen, nach Empfang dieses sofort deren einen, welcher am besten zu entrathen des fördersamsten nach Dresden zu sistiren und ihn zu bedeuten, daß ihm dort das Weitere werde eröffnet werden. Bereits am 19. April wurde Der König v. Dänemark wendet sich an den König v. Polen u. Churf. zu Sachsen wegen Zusendung eines Perlens.das Allerhöchste Begehren den Perlensuchern kund gethan und der jüngste unter den drei Brüdern Schmirler, Christoph Heinrich, welcher zwar nur Haus, Hof und Feldgütern ansässig, aber noch nicht verheirathet war, entschloß sich, dem Höchsten Befehle Folge zu leisten. Am 21. April schon reiste derselbe nach Dresden ab, und nachdem er daselbst von dem Kgl. Secretair Hausius den weiteren Auftrag und die nöthigen Weisungen und Adressen erhalten, mit dem dänischen Gesandten wegen Vergütung seines Reiseaufwandes die erforderlichen Bedingungen festgestellt hatte, so zog er denn am 8. Mai dahin fürbaß seine Straßen. Am 1. Juni kam derselbe nach Lübeck, ging dann von Travemünde aus mit einem Segelschiff nach Kopenhagen, woselbst er am 6. Juni anlangte. Nachdem er sich daselbst am 15. angemeldet, so wurde er am 17. nach Christiania befördert, von wo aus er dann am 24. im Beisein des Statthalters in den norwegischen Gewässern „die Elben“ seine Untersuchungen und Nachforschungen veranstaltete. Dieselben waren trotz der großen Wasser von günstigem Erfolge begleitet und gaben reiche Ausbeute. Bei seiner Rückkehr aus Norwegen wurde er dem König und der Königin in Frederiksborg vorgestellt und reichlich beschenkt entlassen, worauf er dann über Hamburg nach Dresden zurückkehrte. Das Königl. Geschenk soll in 100 Stück Dukaten bestanden haben. –

Im Jahre 1735 entstanden zwischen dem Rathe zu Oelsnitz und den Perlensuchern Streitigkeiten wegen der

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottlieb Jahn: Die Perlenfischerei im Voigtlande. Selbstverlag des Verfassers, Oelsnitz 1854, Seite 175. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Perlenfischerei_im_Voigtlande.pdf/183&oldid=- (Version vom 18.8.2016)