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Art. X. Die Größe der bei den gegenwärug verabrebeten Aus- müuzungen der süddeutschen Staateu des Zollvereins anzunehmenden Marbe Gewichtes wird aus 233,855 Grammes feftgefetzt.

Art. XI. Jede Münzstätte hat die Verrichtung für die möglichst geuaue Eiuhaltung des Münzsnßes Sorge zu tragen. Da jedoch eine absolnte Genanigkeu bei den Ansmünnmgen nicht zu erreichen ist, so werden die sehlenden Grenzen, um wie viel die Münzen von dem vorschrists- mäßigen Feingchau .und Gewicht .in Mehr .oder .Weniger ahweicheu dürsen, für die ganzen und halben Gnldenstücke aus 3^.^ snr Feingehalt und aus im Gewicht sestgesetzt^ .vas bei dem eiuzelueu Stücke sowohl, als bei der gauzeu Mark ssch ergeben mnß.

Art. XD. Die Vestimmungen über die Fragen:

a) durch welche Mittel zur gemeinschaftlichen Ueberzengung zu gelan- gen sei, ob die Münzen den Grnndsätzen dieses Uebereinkommens gemäß durchaus entsprechend geprägt ssud, und

b) durch welche Mutet die Ausgaben nicht probehaluger Münzeu verhiudert werden.sollr^

bleibeu der Vereiubarung mit den norddeufschen Staaten des Zollvereins vorbehalten.

Bis eine solche Vereinbarung zu Stande kommen wird,. hat folgen- des Versahren einzntreten:

Von jedem Werke wird die Tiegelprobe von dem betreffenden Münz- meister oder Wardein gemacht. Nach Veendigung des Werks aber sollen dnrch einen von jeder Regierung abstellenden Eontrolenr nenn Platten heransgenommen, hievon drei sogleich vor Ansgabe des Werkes von dem- selben oder von einem andern Gegenprobierer nntersncht, drei Plauen sollen bei der Münzstätte deponirt, und die übrigen drei Platten znr Ueber- sendung an die Münzstäue desjenigen Staates bestimmt sein, welcher die Eontrole im lansenden Jahre zu besorgen hat. Diese von allen Werken eines Onartals znr Versendung bestimmten Plauen können in Zeitränmen von drei Monaten gesammelt und dann znsammen überliesert werden.^

Jeder Wardein oder Probierer hat die Verbindlichkeit, binnen vier Wochen die erhaltenen Plauen zu nntersnchen, gesnndene Differenzen so- gleich seiner und dnrch diese der betreffenden Regierung anznzeigen und jedensal.ls jährlich einen Vericht zu erstauen, der den übrigen Vereins- regierungen mitzntheilen ist.

Jn diese jährlich von jeder Münzstäue zu erstattenden Berichte ist anßer Angabe des Ansmünzungs-Onantnms und der Sorten auch noch dasjenige auszuuehmeu, was ssch in Veziehung aus Müuzbetrieb zur Kennt- nißnahme der übrigen Staaten eignet.

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Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858. Regensburg: Friedrich Pustet, 1860, Seite 709. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Staats-Vertr%C3%A4ge_des_K%C3%B6nigreichs_Bayern_von_1806_bis_1858.pdf/1153&oldid=- (Version vom 31.7.2018)