Seite:Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858.pdf/268

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Um jede Verletzung von Privat-Eigenthum zu vermeiden und nach den liberalsten Grundsätzen die Besitzungen der an der Gränze wohnenden Individuen sicher zu stellen, werden von jedem der an Frankreich grenzenden Staaten Kommissarien ernannt werden, um in Gemeinschaft mit französischen Kommissarien zur Gränzbeziehung der jederseitigen Länder zu schreiten.

Sobald die Arbeit dieser Kommissarien beendigt sein wird, werden Karten aufgenommen und von den respectiven Kommissarien unterzeichnet, und Pfähle errichtet werden, welche die gegenseitigen Gränzen bekunden werden.

Vierter Artikel. Um die Verbindung zwischen der Stadt Genf und andern am See belegenen Theilen des Schweizergebietes zu sichern willigt Frankreich ein daß der Gebrauch der Straße durch Versoy beiden Ländern gemein sei. Die beiden Regierungen werden sich gütlich über die Mittel zur Verhütung des Schleichhandels, zur Regulirung des Postenlaufs und zur Instandhaltung der Straße einverstehen.

Fünfter Artikel. Die Schifffahrt auf dem Rheine, von dem Punkte an, wo er schiffbar wird, bis zur See, und umgekehrt, soll frei sein, in dem Maaße, daß sie niemanden untersagt werden kann, und man wird sich bei dem künftigen Kongresse mit den Grundsätzen beschäftigen, nach welchen die von den Ufer-Staaten zu erhebenden Gefälle auf die gleichmäßigste und dem Handel aller Nationen am meisten günstige Weise regulirt werden können.


Pour éviter toute lésion de propriétés particulières, et mettre à couvert, d’après les principes les plus libéraux, les biens d’individus domiciliés sur les frontières, il sera nommé par chacun des Etats limitrophes de la France, des Commissaires pour procéder conjointement avec des Commissaires François, à la délimitation des pays respectifs.

Aussitôt que le travail des Commissaires sera terminé, il sera dressé des cartes signées par les Commissaires respectifs, et placé des poteaux qui constateront les limites réciproques.

Article quatrième. Pour assurer les communications de la ville de Genève avec d’autres parties du Territoire de la Suisse, situées sur le lac, la France consent, à ce que l’usage de la route par Versoy soit commun aux deux pays. Les Gouvernemens respectifs s’entendront à l’amiable sur les moyens de prévenir la contrebande, et de régler le cours des postes et l’entretien de la route.

Article cinquième. La navigation sur le Rhin, du point où il devient navigable jusqu’à la mer, et réciproquement, sera libre, de telle sorte quelle ne puisse être interdite à personne, et l’on s’occupera au futur congrès des principes d’après lesquels on pourra régler les droits à lever par les Etats riverains, de la manière la plus égale et la plus favorable au commerce de toutes les nations.

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858. Regensburg: Friedrich Pustet, 1860, Seite 20. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Staats-Vertr%C3%A4ge_des_K%C3%B6nigreichs_Bayern_von_1806_bis_1858.pdf/268&oldid=- (Version vom 2.10.2018)