Seite:Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858.pdf/433

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Ueber welches die unterzeichneten Kommissarien im Namen ihrer Kommittenten übereingekommen find, nachdem sie hinlänglich durch gegen^. seitige Auswechslnug ihrer Vollmachten autorisirt waren.

Der Musteruugs-Jnspeetenr eu Ehes Villemauzy übergab im Namen Seiner Majestät des ^Kaisers uud Königs Napoleon dem Herrn Grafen Karl von Areo Ereelleuz die gefürstete Grafschaft Tyrol uud die Fürsten^ thümer von Briren uud Trient, so wie ste dermalen bestehen, mit allen Rechten welche daran kleben, nnd den Bürden, welche darans hasten, ausgenommen, was im gegenwärtigen Akte reservirt wnrde, welche uebere gabe auch solcher im Namen Seiner Majestät des Königs von Bayern angenommen hat.

Sechsfach gefertigt zu Jnnsbrnck den eilften Febrnar im Jahre eine tansend achthundert nnd sechs.

Unterz. (L. S.) Karl Gras von Areo, Seiner Königl. Majestät von Bayern Hoskommissär in Tyrol. .Iaoouos Piorro Crillarcl Villomnnzv. comn1issairo do Sa Maioste.. Domporonr dos Ernnonis. roi dTtahe.

lehrreicher ^r.hrd des rheinischen Bnndes, Jahrg. ... Nr. i^. S. 2.

II. latent Setner königlichen Majestät von Bayern, znr Besitzer- greifung des Landes Tyrol nnd Vorarlberg. München den 22.

Jänner 18D8.

Wir Ma.rimilian Joseph,.

von Gottes Gnaden König von Bayern, des heil. römischen ^ Reiches Erzpfalzgraf^ Erztrnchfeß uud Ehurfürst .e., entbieten alleu und jeden, die dieses lesen oder lesen hören, Unsere Gnade und Uusern Grnß, und sügen denselben zn wissen:

Da dnrch den zwischen Seiner römischen anch österreichischekaiserlichen uud königlichen Majestät am 26. Dezember 1805 zn Preßbnrg errichteten Friedensschlnß, und dnrch die in Gemäßyeit desselben zwischen beiden Mächten nnd Uns getroffene Vereinbarnng es dahin gediehen ist, daß Uns, Unseren Erben nnd Nachkommen und ganzem königlichen Hanse nnter andern Landen nnd Orten die Fürstentümer Briren,^ Trient nnd die gefürstete Grafschaft Tyrol, fo wie die vorarlbergischen Herrschasten znge- cheilt uud zugeeignet werden sollen, dergestalt, daß diese Länder ans ewige Zeit Unserm Szepter angehören nnd bei Unserm königlichen Hanse ver- bleiben, nnd Wir nnd Unsere Nachsolger an der Krone darin alle solche landesherrliche nnd obrigkeitliche Gewalt, als es in Unsern andern Staa- ten geschieht, besitzen nnd ansüben sollen^ so haben Wir in Folge des

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Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858. Regensburg: Friedrich Pustet, 1860, Seite 185. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Staats-Vertr%C3%A4ge_des_K%C3%B6nigreichs_Bayern_von_1806_bis_1858.pdf/433&oldid=- (Version vom 31.7.2018)