Seite:Diplomatische Nachrichten von dem Ursprung der Lehensherrlichkeit des Stiftes Wirzburg über das dem Hause Sachsen zuständige Schloß und Amt Meiningen.pdf/11

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

hiebey trefflich zu statten; denn der dasige Bischoff, Johann, hatte durch seine üble Haushaltung eine so ungeheure Menge Schulden gehäuft, daß er sich genöthiget sahe, viele beträchtliche Länderstücke zu veräussern.[1] Dieses Schicksal traf nun auch das Amt Meiningen, welches der Bischoff 1434 mit den dazu gehörigen Dörfern Vachdorf, Leutersdorf und Queienfeld an die Grafen Wilhelm und Heinrich von Henneberg-Schleusingen um 6000 fl. wiederkäuflich überließ.[2] Im folgenden Jahre übernahmen die Grafen abermahls eine Schuld von 9000 fl. die Landgraf Ludwig zu Hessen an dem Stifte zu fordern hatte, und nunmehr belief sich das Anlehen auf 15000 fl. wofür ihnen gedachtes Amt, mit Vorbehalt der Widerlösung, anderweit eingeräumet wurde.[3] Die Schuld vermehrte sich in der Folge bis auf 22000 fl., und bey dem schlechten ökonomischen Zustande des Stifts blieb Henneberg viele Jahre hindurch im Besitz dieser Pfandschaft.



  1. s. Friesens Wirzb. Chron. S. 711.
  2. Beylage Num. III.
  3. Beylage Num. IV.