Seite:Diplomatische Nachrichten von dem Ursprung der Lehensherrlichkeit des Stiftes Wirzburg über das dem Hause Sachsen zuständige Schloß und Amt Meiningen.pdf/3

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Hofstaats zu genießen hatte. Die Provinz des großen Grabfeldes enthielt eine große Menge von dergleichen Reichsdomänen, und aus den von Pistor und Schannat bekannt gemachten Fuldaischen Schenkungsbriefen könnten wir ein großes Register von dergleichen Reichsgütern liefern, wenn es hier der Ort wäre, sich auf diesen Gegenstand weitläuftig einzulassen.

Ein großer Theil dieser Besitzungen ging nach und nach durch die frommen Schenkungen der Teutschen Könige an die Geistlichkeit über, und auf eben diese Art kam auch die Villa Meiningen sehr frühzeitig in geistliche Hände.

Schon im Jahre 982 schenkte Kaiser Otto II diesen Ort nebst dem ohnweit davon gelegenen Dorfe, Walldorf, als ein königliches Eigenthum der Kirche zu Aschaffenburg;[1] sie hatte aber diese Ortschaften nur wenige Jahre inne, und wahrscheinlich mag sie diese Besitzungen bald nachher an Ottos II Thronfolger, ohne Zweifel gegen andere der


  1. dipl. de a. 982. in Guden. Cod. diplom. T. I. p. 363. und in Ioannis Spicileg. Tabul. vet. p. 263.