Seite:Diplomatische Nachrichten von dem Ursprung der Lehensherrlichkeit des Stiftes Wirzburg über das dem Hause Sachsen zuständige Schloß und Amt Meiningen.pdf/33

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de novo quingentas libras hallensium pro bono et feodo castrensi in civitate Meyningen a nobis tenendo super dicto judicio deputamus, damus presentibus et domamus, ita sane, quod nos et successores nostri idem judicium pro summa et quantitate peccunie in literes desuper ipsis datis contentis et quingentis libris hallensium desuper de novo supra additis, cum decreverimus sine contradictionibus ipsorum quibuslibet redimere et reemere debebimus, successores quoque nostri pro predicta pecunia


    [33] und Wasungen und war in ältern Zeiten ein Zubehör des Stiftes Wirzburg, welches aber dasselbe schon im Jahre 1297 dem Grafen Berthold VII (X) von Henneberg-Schleusingen, gegen einen Vorschuß von 400 Mark Silbers, als ein Burglehen, unterpfändlich einräumte. (dipl. Mspt. de a. 1297.) Über diese Summe schoß Berthold nachher (1330) dem Stifte Wirzburg abermahls 500 Pfund Heller vor, weswegen ihm die Stadt Meiningen, in der Eigenschaft eines Burgguts verschrieben wurde. Letzteres mag in der Folge von Wirzburg wieder eingelöst worden seyn; da hingegen das Gericht Friedelshausen seit 1297 der Grafschaft Henneberg einverleibet wurde. Nach Erlöschung des Hennebergischen Stammes machte zwar Bischoff Julius auf die Einlösung dieser Pfandschaft einigen Anspruch; die Sache wurde aber in dem 1586 mit Sachsen errichteten Hauptvergleich dahin beygeleget, daß man Wirzburgischer Seits seinem Einlösungsrecht an Friedelshausen entsagte und die deshalbigen Hennebergischen Reverse dem Hause Sachsen zurückgab. S. in Lünigs R. Arch. P. spec. Cons. I. von Wirzb. S. 343.