Seite:Dudalaeus Welt herum wandernde Jude.djvu/9

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dulten können, es geschehe durch göttliche Allmacht, und werde durch diesen Mann etwas sonderliches angedeutet. Und so er jemand bey GOttes Marter oder Leiden fluchen hörte, hat er sich darauf heftig erbittert, und nicht mit geringem Eifer und Seufzen gesagt: O du elender Mensch! O du elende Creatur! solltest du den Namen deines HErrn und GOttes und seiner bittern Marter und seines Leidens also liederlich mißbrauchen? Hättest du solches auch sowohl als ich gesehen und angeschauet, wie schwer und sauer dem HErrn seine Wunden, um meiner und dein selbst wegen, worden sind, du würdest dir eher selbst ein grosses Leid anthun lassen, denn daß du umsonst seinen Namen also verunehren solltest. Solches hat mir Hr. D. Paulus von Eitzen, mit noch vielmehr andern wahrhaften Umständen, treulich und fleißig zu Schleßwig erzehlet, welches mir seither auch von etlichen meinen alten Bekannten, welche denselben Mann damals auch mit Augen zu Hamburg, Rostock, Lübeck, Wißmar, Danzig, Königsberg, und andern Orten mehr, persönlich gesehen, und ihm nebenst Hrn. D. Paulo von Eitzen, fleißig zugehöret, für wahrhaftig und gewiß zu seyn vermeldet worden.

Anno 1575. ist der Herr Secretarius Christoph Kraus, und Magister Jacobus, von Hollstein, als Legaten am Königlichen Hof in Hispanien, und folgends in die Niederlande abgefertiget worden, wegen Bezahlung der Kriegsleute die Ihrer Königlichen Majestät in

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Chrysostomus Dudalaeus: Der immer in der Welt herum wandernde Jude. [s.n.], [s.l.] [teilweise 1634], Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dudalaeus_Welt_herum_wandernde_Jude.djvu/9&oldid=- (Version vom 31.7.2018)