Seite:Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel.djvu/243

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VF ein zeit hielten die durchlüchtigen[1] vnd hochgebornen fürsten von Brunschwick ein rennen vnd stechen vnd tornieren / mit vil frembden fürsten vnd herren ritter vnd knechten / in der stat zů Einbeck / vnd mit iren hindersassen. Nun wz es in dem sumer / das die pflomen vnd ander ops zeitig waren. Da wz zů Oldenburg bei Einbeck ein frumer einfeltiger buers man der het ein garten mit pflumen beimen / der ließ brechen ein karch vol pflumen / vnd wolt damit gen Einbeck faren / als dan da vil folcks waz vnd meint deren da bas ab zů kumen dan zů andern zeiten Als er nun für die stat kam / da lag vlenspiegel vnder einem grünen boum in dem schatten / vnnd het sich in der[2] herren hoeff vber truncken / dz er weder essen noch trincken moecht vnd einem todten menschen gleicher dan einem lebendigen was Als nun der frum man bei im har fůr / da sprach Vlenspiegel den man an gantz krancklich als er kund vnd sprach Ach gůt fründ sich hie bin ich so kranck drei tag vnd nacht on aller menschen hilff hie gelegen / vnd wa ich noch einen tag also ligen sol / so moecht ich wol hunger vnd durst sterben / darumb für mich vmb gots willen für die stat. Der gůt man sprach ach gůt fründ ich wolt dz gern thůn aber ich hab pflumen vff dem karch / so ich dich daruff setzt so machestu mir die alle zů schanden / vlenspiegel sagt nim mich mit ich wil mich wol vornan vff dem karch behelffen / Der

man[3] wz alt der thet seim leib vnd leben we / ee er den schalck (der

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: dutchlüchtigen
  2. Vorlage: d r
  3. Vorlage: ma
Empfohlene Zitierweise:
unbekannt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel. Straßburg 1515, Blatt CXXIIr. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_kurtzweilig_lesen_von_Dyl_Vlenspiegel.djvu/243&oldid=- (Version vom 31.7.2018)