Seite:Erzählungen vom Oberharz in Oberharzer Mundart von Louis Kühnhold – Heft 10.pdf/18

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

     Su gings nu wätter, fort un fort
Un unruhig waarsch mitunter im Ort.
Aene Schtimmung troot mitunter ein,

205
Wiese nett kunnte schlachter sein.

Jedoch hette Mannicher in de Bicher gesah’n,
Su hette sich d’r Arger[1] wull gegaan,
Dänn trotzdann Arger un Verdruß,
Baute äs Brauhaus Uewerschuß.

210
     Die Zeit verging, un manniches Jahr,

Noch alter Weis’ vergange waar.
Un wieder of Fald un Fluur,
Do zeigte sich des Summersch Schpuur.
Hääß waarsch numdrein ungemään,

215
Ae Jeder hoffte schteets of Rään,

Un Viele schproong in daar Gefahr:
[WS 1]„Dreinneinzig“ ward ä Unglicksjahr!“

     Obgleich die Arnd waar nett gans gut,

220
Su verluur doch Käner gleich d’n Muth.

Hauptsachlich wie m’r schprooch nu wieder,
Von waang daar 1000 H.-L.
Dänn bluus die Hitz die hat’s gebracht
Un die Rachning waar gleich gemacht.

225
Daß ungefahr zum Weihnachtsfast,

Verschänkt wuur d’r letzte Rast.

     December waarsch, nu in d’n Sanc
Do log su Mannicher, ach su krank,
Die Influenza, diss’r schlimme Gast,

230
Hatte Manning fest imgefaßt.

  1. Arger = Ärger.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Fehlendes Anführungszeichen eingefügt.