Seite:Erzählungen vom Oberharz in Oberharzer Mundart von Louis Kühnhold – Heft 2.pdf/16

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     Gelarnt haan m’r aus disser Geschicht,
Daß m’r sich nett soll kähr’n an viel’n Geschricht;
Dänn Viele prahl’n un ’s nischt derhinter,
M’r haans[1] gesaan bein Carcus P.....




’s gruße Luus.[2]


     „Aah, 3530! — Un nu schmeiß ich!“
Mit diss’n Schrä[3] hatte in äner Nacht
Aener die Seining änst munter gemacht.
Dar Wirrwarr wur of d’r Kammer nu gruß,

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Dänn Jeder frug: „[WS 1]Wos is dänn mant luß?“

„Ach Gott!“ Seifzter nu un satzte sich in de Haar.
„Isses dänn nu wieder nett wahr!“

     Doch warsch nu nog diss’n Geschrei
Vorleifig mit d’r Nachtruh verbei.

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Nu verzehlter dänn, dasser hette in Trääm[4] vernumme,

Haar wär mit’n grußen Luus rausgekumme,
Un die Nummer hetter deitlich gesaan
Wune das Gald wär draufgegaan.
Vor gußer Fräd’ hetter nu unbewußt

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Dan Schrä gethan aus vuller Brust.


     Bei daan Verzehl’n war seine Nachtruh verfloss’n,
Drim schtand’r auf nu gans verdross’n
Dachte an sän Gramm un sän Kummer,
Hauptsachich ower an dar Nummer.


  1. haans = haben es.
  2. gruße Luus = große Loos.
  3. Schrä = Schrei.
  4. Trääm = Traum.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Fehlendes Anführungszeichen eingefügt