Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 01.pdf/28

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wieder durch die Ueberführung der elementaren Theilchen entgegengesetzter Art in umgekehrten, aber dem Strome parallelen Richtungen entladen zu werden. Auch die in Bezug auf Hervorbringung chemischer Zersetzungen von Wollaston[1] nachgewiesene Verschiedenheit der gewöhnlichen und der Volta’schen Elektricität scheint durch die Umstände, welche aus diesen beiden Quellen (25.) mit der Vertheilung der Elektricität verknüpft sind, erklärlich zu seyn.

77) Marianini hat an Metallscheiben, durch welche, während sie in feuchte Leiter eingetaucht waren, ein elektrischer Strom geleitet wurde, eine besondere Eigenschaft entdeckt, nämlich die Fähigkeit, alsdann einen umgekehrten Strom erregen zu können. Marianini hat davon eine gute Anwendung auf die Erklärung der Erscheinungen der Ritter’schen Säulen gemacht[2]. A. de la Rive hat eine besondere Eigenschaft beschrieben, welche metallische Leiter erlangen, wenn sie, in eine Flüssigkeit eingetaucht, einige Zeit hindurch als Pole die Volta’sche Batterie schließen, in Folge welcher sie nach der Trennung von der Batterie in derselben Flüssigkeit einen umgekehrten Strom hervorbringen[3]. A. van Beck hat Fälle beobachtet, in welchen das elektrische Verhältniß eines Metalls, das im Contact mit einem andern war, sich nach der Trennung erhielt, begleitet von den correspondirenden chemischen Wirkungen[4]. Diese Zustände und Resultate scheinen von dem elektro-tonischen Zustande und seinen Phänomenen verschieden zu seyn; allein die wahren Beziehungen der ersteren zu den letzteren können erst nach erweiterter Kenntniß aller dieser Erscheinungen festgesetzt werden.


  1. Philosoph. Transact. 1801, p. 247. (Dies. Ann. B. XI, S. 104.)
  2. Annal. de chim. et de phys. T. XXXVIII, p. 5.
  3. Annal. de chim. et de phys. T. XXXVIII, p. 190.
  4. Ebendaselbst T. XXXVIII, p.49. (Dies. Ann. B. XII (88) S. 274.)