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einen halben Zoll von einander entfernt, in paralleler, aber umgekehrter Lage in einen trocknen Strohhalm gesteckt, und mittelst desselben an ein Fädchen ungesponnener Seide so aufgehängt, daß die untere Nadel zwischen den Windungen, und die obere über denselben schwebte. Die letztere Nadel stellte, weil sie etwas stärker als die andere magnetisirt war, das ganze System in die Richtung des magnetischen Meridians. Fig. 6, Taf. III zeigt für diesen Fall die Richtung der Drähte und Nadeln. Die Enden der Drähte sind, um später bequem von ihnen reden zu können, mit und bezeichnet. Die Buchstaben und bezeichnen das Nord- und Südende der Nadel, für den Fall, daß bloß der Erdmagnetismus auf sie wirkt. Das -Ende ist daher der gezeichnete Pol (44.). Das ganze Instrument war mit einer Glocke bedeckt, und, was Lage und Entfernung vom großen Magnet betrifft, aufgestellt wie vorhin (45.).

Experimental-Untersuchungen über Elektricität 01 T3 F06.jpg

88) Nachdem alle diese Vorrichtungen fertig waren, wurde die Scheibe so aufgestellt, wie es Fig. 5, Taf. III zeigt, nämlich so, daß die kleinen Pole, die etwa einen halben Zoll aus einander standen, mit ihrer halben Breite über den Rand der Scheibe hervorragten. Der eine Galvanometerdraht wurde zwei bis drei Mal lose um die Messingaxe der Scheibe geschlagen, und der andere an einem Conductor (86.) befestigt, welcher nun mit der Hand auf den amalgamirten Rand der Scheibe gesetzt wurde, und zwar dicht zwischen den Magnetpolen. Bei dieser Anordnung war noch alles ruhig, die Galvanometernadel zeigte keine Ablenkung; allein in dem Augenblick, wo die Scheibe in Drehung versetzt ward, wich die Nadel auch ab, bei schneller Drehung um mehr als 90°.

89) Bei dieser Vorrichtung hielt es schwer, eine recht gleichförmig gute Berührung zwischen dem Conductor und dem Rand der rotirenden Scheibe zu erhalten, und eben so schwierig war es, bei den ersten Versuchen eine regelmäßige Rotation zu erlangen. Beide Uebelstände