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100) Wird der gezeichnete Pol oben gestellt, und sonst Alles unverändert gelassen, so ist die Elektricität in Fig. 11 auch noch positiv. Stellt man dagegen den gezeichneten Pol unten, oder den ungezeichneten oben, so wird die Elektricität umgekehrt. Auch wenn die Rotationsrichtung in irgend einem dieser Fälle umgekehrt wird, geht die Elektricität in die entgegengesetzte über.

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101) Es ist nun klar, daß die rotirende Scheibe nur eine andere Form des einfacheren Versuchs ist, wo man ein Metallstück in geradliniger Richtung zwischen durch die Magnetpole führt, und daß in solchen Fällen elektrische Ströme erzeugt werden, welche an dem Orte des Magnetpols oder der Magnetpole die Richtung der Bewegung senkrecht durchkreuzen. Dieß geht zur Genüge aus folgendem einfachen Versuche hervor. Ein Kupferstreifen, Zoll dick, Zoll breit und 12 Zoll lang, wurde, nachdem er an den Rändern amalgamirt worden war, zwischen die Magnetpole gebracht, während die beiden Conductoren von dem Galvanometer mit seinen Rändern in Berührung standen. Er wurde nun zwischen beiden Polen durchgezogen in der Richtung des Pfeils Fig. 12; augenblicklich wich die Galvanometernadel ab, und zwar ihr nördliches oder gezeichnetes Ende gen Ost, damit anzeigend, daß der Draht negative, und der Draht positive Elektricität empfing. Da sich der gezeichnete Pol oberhalb befand, so stimmt dieß Resultat vollkommen mit dem bei der rotirenden Scheibe erhaltenen (99.).

102) Bei umgekehrter Bewegung des Streifens wurde die Galvanometernadel nach der andern Seite abgelenkt, zum Beweise, daß der Strom jetzt umgekehrt war.

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103) Um die Beschaffenheit des bei Bewegung in verschiedenen Theilen des Streifens befindlichen elektrischen Stromes kennen zu lernen, wurde bloß ein Collector (86.) auf die nahe beim Pol zu untersuchende Stelle gesetzt, und der andere auf das Ende des Streifens, als die neutralste Stelle. Die Resultate sind in Fig. 13 bis 16 angegeben,