Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 01.pdf/51

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beschrieben sind, vollends bestätigt. Wenn eine Eisenscheibe, ähnlich der vorhin beschriebenen Kupferscheibe (101.), zwischen den Magnetpolen in Rotation versetzt wird, so giebt sie, so gut wie die Kupferscheibe, einen elektrischen Strom, aber von entschieden schwächerer Kraft, und bei den Versuchen über Vertheilung elektrischer Ströme (9.) ist kein Unterschied zwischen der Wirkungsart des Eisens und der anderen Metalle mehr wahrnehmbar. Die Kraft einer Eisenplatte, einen Magnet mit fortzuziehen oder die magnetische Wirkung aufzufangen, muß daher sorgfältig von dem ähnlichen Vermögen solcher Metalle, wie Silber, Kupfer etc., unterschieden werden, in sofern als bei dem Eisen bei weitem der größere Theil der Wirkung von dem abhängt, was man gewöhnliche magnetische Wirkung nennt. Es kann keinen Zweifel leiden, daß die von den HH. Babbage und Herschel gegebene Erklärung der Arago’schen Erscheinungen wahr ist, sobald die Versuche mit Eisen angestellt werden.

139) Daß Wißmuth und Antimon beim Rotiren nur eine sehr geringe Wirkung auf freischwebende Magnetstäbe ausüben, wie es von jenen Physikern zuerst beobachtet und später von Hrn. Harris bestätigt worden ist, scheint zuerst mit dem Leitungsvermögen dieser Metalle nicht verträglich. Ob dem so sey oder nicht müssen künftige Versuche entscheiden[1]. Diese Metalle sind sehr krystallinisch, und leiten die Elektricität muthmaßlich nicht mit gleicher Leichtigkeit nach allen Richtungen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß eine Masse, die aus einer Menge heterogen zusammengehäufter Krystalle besteht, eine ähnliche Wirkung giebt, wie bei einer


  1. Seitdem ist es mir gelungen, diese Verschiedenheiten zu erklären, und zu beweisen, daß die Wirkungen, nämlich die Stärke der durch magneto-elektrische Vertheilung erregten Ströme, im geraden Verhältnisse zu dem Leitungsvermögen der angewandten Körper stehen (211.).